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Keine saubere Sache: Allergien und Ekzeme in der Reinigungsbranche 
Schwere Hautreizungen und Allergien sind typische Probleme von Arbeitsnehmern in der Reinigungsbranche. Allerdings müsste das nicht sein. Auswertungen medizinischer Daten von über 800 Reinigungskräften mit Hauterkrankungen zeigten: Gesundheitsschutz ist möglich, findet jedoch in dieser Branche noch zu selten statt. Risiken bergen insbesondere Gummihandschuhe mit Thiuram sowie diverse Chemikalien in Putz- und Desinfektionsmitteln.
Problem Nummer eins: Der Arbeitgeber spart Geld und kauft Einweghandschuhe. Diese bieten keinerlei Schutz vor Chemikalien, sondern nur vor Viren, Bakterien und Pilzen. Wer allergisch auf Chemikalien reagiert, hat damit bereits verloren. Schlechte Bewertungen erzielten auch Latexhandschuhe: Bei Tests stellte sich heraus, dass deren allergisierendes Potenzial teilweise sehr hoch ist. Wissenschaftler fordern, die Herstellung von Latexprodukten zu verbessern und engmaschigere Kontrollen durchzuführen. Latexallergiker müssen sich darauf verlassen können, dass latexfreie Produkte wirklich sicher sind.
Weitere Gefahrenquellen sind bestimmte Inhaltsstoffe von Putzmitteln, beispielsweise Formaldehyd, Glyoxal, Glutaraldehyd oder Benzalkoniumchlorid. Kommt die Haut mit diesen Substanzen in Kontakt, kann dies zu Irritationen führen und später Kontaktekzeme auslösen. Entwickelt sich darüber hinaus eine echte Allergie, kann das den Arbeitnehmer schlimmstenfalls berufsunfähig machen.
Die idealen Arbeitshandschuhe sind dicke Mehrweghandschuhe, die undurchlässig für Chemikalien sind. Sie sollten thiuramfrei sein und nicht zu eng anliegen, um Schwitzen möglichst zu verhindern. Eine Fütterung mit Baumwolle ist empfehlenswert.
Zudem gibt es einiges Regeln, die Reinigungskräfte beachten sollten, um Allergien und Ekzemen vorzubeugen: So ist es ist zum Beispiel ratsam, kein allzu heißes Putzwasser zu verwenden. Nass gewordene Handschuhe sollten gewechselt werden. Da häufiges Händewaschen die Haut zusätzlich strapaziert, ist es sinnvoll, die Hände nur bei Bedarf mit einer milden und parfumfreien Flüssigseife zu reinigen. Die tägliche Pflege mit einer rückfettenden, feuchtigkeitsspendenden Handcreme ist ebenfalls sehr wichtig.
Hypnose kann Allergien lindern 
Allergien können heutzutage mit einer Vielzahl von medikamentösen Therapien gut behandelt werden. Doch nicht immer erzielen konventionelle Methoden ausreichende Erfolge. In diesen Fällen kann oftmals Hypnose weiterhelfen, wie eine Studie der Universität Basel kürzlich zeigte.
Im Rahmen dieser Studie wurden 66 Personen mit Heuschnupfen mit Hypnosetechniken behandelt. Der Ablauf gestaltete sich wie folgt: Das Forscher-Team um Wolf Langewitz begleitete Heuschnupfen-Patienten über zwei Jahre hinweg. Der einen Hälfte der Probanden wurde im ersten Jahr in einer zweistündigen Schulung Techniken zur Selbst-Hypnose beigebracht. Diese sollten neben der regulären Medikation angewendet werden. Die Kontrollgruppe hingegen erhielt wie gewohnt Medikamente. Am Ende des Jahres konnten die Wissenschaftler feststellen, dass die Allergiker der Hypnose-Gruppe unter weniger Beschwerden litten als die Kontrollgruppe.
Im zweiten Jahr wurde auch die Kontrollgruppe in Selbst-Hypnose geschult. Die angewendeten Techniken führten auch in diesem Probandenkreis zu einer signifikanten Reduktion der Symptome. Insgesamt war dank der Hypnose bei allen Heuschnupfen-Patienten der Medikamentenverbrauch erheblich zurückgegangen. Die Ergebnisse ließen sich auch unter Labor-Bedingungen halten. Die Wissenschaftler vermuten, dass durch die Selbst-Hypnose der Blutfluss in der Nase verringert wird, was unter anderem ein freieres Atmen ermöglicht.
Selbst-Hypnose ist im Grunde einfach zu erlernen – und zudem frei von Nebenwirkungen. Unter Hypnose können die Selbstheilungskräfte, die jeder Mensch in sich trägt, aktiviert und um ein Vielfaches verstärkt werden. Auf diese Weise lassen sich die allergischen Symptome überwinden oder zumindest aber deutlich reduzieren. Vor allem dort, wo auch die Psyche eine Rolle spielt, ist eine Behandlung mit Hypnose äußerst vielversprechend. Bei 40 Prozent aller Menschen, die unter einer Pollen-Allergie leiden, können die allergischen Reaktionen bereits durch psychische Auslöser getriggert werden. Das heißt, alleine die Vorstellung einer blühenden Wiese mit fliegenden Pollen führt bei den Betreffen zu Stress, der in Lage ist, eine vollständige allergische Reaktion auszulösen.